Das Corona-Spiel beginnt

DAS CORONA-SPIEL BEGINNT

Warum lässt Gott das zu?

Der Engel des Erwachens ist voll Sorge um die Erde und beschließt, Gott seine Gefühle mitzuteilen. Dieser weiß immer, was zu tun ist, und mit dieser neugewonnenen Zuversicht schwebt er in die große Himmelshalle, wo er Gott mit geschlossenen Augen auf dem Sofa sitzend vorfindet.

Der Engel möchte sich wieder zurückziehen und lieber später noch einmal kommen, aber Gott spricht ihn an: „Komm nur. Ich schlafe nicht. Ich schlafe nie. Ich arbeite gerade, aber ich kann alles weiterhin erledigen und gleichzeitig mit dir reden. Was also hast du auf dem Herzen?“

Der Engel kommt näher und nimmt neben Gott auf dem Sofa Platz.

„Die Erde erwacht sehr, sehr langsam“, beginnt der Engel. „Und das, obwohl wir seit Jahren die Energien anheben, ihnen viele Lichtwesen schicken, die als Menschen geboren werden oder von unserer Seite aus helfen und schon einige sich der Spiritualität zugewandt haben.“

„Ja, da magst du recht haben“, erwidert Gott. „Das Bewusstsein vieler Menschen entwickelt sich langsamer als gedacht. Was schlägst du vor?“

„Als du die Erde erschaffen hast und wir die Spielregeln festgelegt haben, haben wir auch eine Erwachen-Notfallklausel beschlossen.“

„Stimmt!“ Gott erinnert sich sofort. „Wenn die Menschheit die Mittel zur Verfügung hat, den Planeten zu zerstören und sie darauf zusteuert, greifen wir ein, um das Erwachen vorantreiben.“

„Das meine ich. Schau dir die Natur an und die Entwicklung der Industrie, den Umgang mit Kranken, Hungernden und Tieren. Meinst du nicht, der Zeitpunkt ist gekommen?“

Gott nickt: „Wie genau stellst du es dir vor?“

 

„Moment!“, ruft jemand aus einer gegenüberliegenden Ecke der großen Halle. „Da wollen wir auch mitspielen.“

Ein Dämon erscheint und Gott lädt ihn sofort ein, sich zu ihnen zu gesellen.

„Selbstverständlich“, sagt er. „Die Erde ist der Planet des Lichts und des Schattens. Das eine geht nicht ohne das andere. Du bist willkommen.“

Mit zufriedenem Gesichtsausdruck gesellt sich der Dämon zu den beiden und hat auch gleich einen Vorschlag: „Wie wäre es mit einem Weltkrieg?“

„Oh nein!“, winkt Gott sofort ab. „Kriege hat die Menschheit genug erlebt. Außerdem hätten wir dann die Zerstörung der Erde mit Sicherheit und genau das wollen wir verhindern.“

Der Dämon zeigt sich ein wenig enttäuscht, hat aber schnell einen neuen Vorschlag: „Und eine Seuche?“

„Nein!“, ruft der Engel. „Das ist viel zu drastisch.“

Doch Gott schweigt. Er denkt sichtlich nach.

Der Dämon wittert seine Chance und beginnt sogleich, seine Argumente vorzubringen: „Wir könnten alle Menschen beseitigen, die nicht erwachen wollen. Dann hätte jeder, was er will. Für den Engel bleiben ein paar Erwachte übrig und für uns Dämonen wäre es ein Riesenspaß.“

Der Engel sieht verzweifelt zu Gott. Dieser entgegnet: „Wir wollen die Menschheit ins Erwachen führen und nicht ausrotten.“

Der Engel atmet erleichtert durch.

„Aber der Ansatz gefällt mir trotzdem. Wir werden einen Virus zulassen.“

„Oh ja!“, applaudiert der Dämon, während der Engel nur „Aber“ dazu sagt.

„Aber es darf nur sterben, wer ohnehin bald die Erde verlassen wollte.“ Gott zeigt mit dem Finger auf den Dämon.

„Schon in Ordnung“, antwortet der Dämon. „Wir brauchen kein Massensterben, um Angst und Schrecken zu verbreiten.“ Ein boshafter Ausdruck erscheint auf seinem Gesicht und der Engel nimmt sich vor, ihn nicht aus den Augen zu lassen.

 

„Lasst es uns so mild wie möglich machen“, meint der Engel dann, „die meisten werden gar nicht krank oder fühlen sich nicht allzu lange schlecht – ähnlich, wie bei einer Grippe.“

Gott erwidert zustimmend: „Ja, aber dafür lasst es uns über die ganze Welt verteilen.“

„Genial!“, ruft der Dämon.

 

So wird ein Virus beschlossen, der die Menschen dazu führen soll, besser auf sich und andere zu achten und sich außerdem eine Weile zurückzuziehen, um sich mit ihren Ängsten zu beschäftigen.

 

Der Engel ist zufrieden, denn der Dämon bekommt nicht viele Möglichkeiten zu wüten, weil auch er sich an die Regeln zu halten hat.

Doch als der Engel die Halle verlässt und dort den Dämon sieht, lacht dieser hinterhältig.

„Wieso lachst du so? Du kannst nichts Schlimmes anstellen bei diesen Einschränkungen.“

Der Dämon sieht den Engel an und grinst noch breiter: „Glaubst du? Tja, dann unterschätzt du die Angst der Menschen vor Krankheit und Tod und die Machtgier der Herrscher, die diese Angst ausnutzen. Da lässt sich wunderbar Panik verbreiten auf der Erde.“

 

Dann entfernt sich der Dämon und zurück bleibt ein verzweifelt blickender Engel.

Doch es ist den Engel zueigen, nicht lange in mutlosem Denken zu verweilen, sondern dieses rasch durch positive Hoffnungen auszutauschen.

Deshalb sagt er sich: „Viele Menschen werden sich ihren Ängsten stellen und diese damit überwinden. Es ist sicherlich gut, dass sie ihrer Furcht dann nicht entkommen können. Und sie werden ihre Herrscher durchschauen und in Zukunft achtsamer sein, wem sie Macht übertragen und wem sie glauben und vertrauen. Sie werden dadurch lernen, sich ihre eigene Meinung zu bilden anstatt das anderen zu übergeben und sie werden sich weiterentwickeln und dem Erwachen einen großen Schubs geben.“

Der Engel nickt sich selbst zufrieden zu und als er einen Blick zurück in die Himmelshalle wirft, sieht er Gott direkt an und dieser zwinkert ihm zustimmend zu.

© Danny Lupp / www.himmelsrichtung.net