10.02.2022

Erinnerungen an das verlorene Paradies

Erinnerungen an das verlorene Paradies

 

 

Immer wieder wird behauptet, dass gewisse unerklärliche

menschliche Eigenschaften, Instinkte und Reaktionen das Erbe

steinzeitlicher Vorfahren wäre. Doch vielleicht hängen wir gar

nicht so sehr an unseren primitiven Ahnen, sondern eher an

untergegangenen Hochkulturen. Die Spirituellen berichten

besonders von drei sehr entwickelten, längst vergangenen

Völkern, deren bewusste und unbewusste Erinnerungen an

diese Zeit uns jetzt Kraft, Inspiration und Vorbild sind.

 

In Lemurien (manchmal auch Mu genannt) tummelten sich die ersten Menschen

auf diesem Planeten, zu dem es scheinbar keinen Hinweis gibt, außer den Berichten von Edgar Cayce*, Beschreibungen einiger Spiritueller und Erzählungen verschiedener Völker aus den Pazifik-Regionen: „Es reizt uns herauszufinden, ob der Umstand, dass einige dieser Glaubensvorstellungen und Legenden so viele verbindende Elemente aufweisen, auf bloßen Zufall zurückzuführen ist oder ob die Ähnlichkeit zwischen ihnen nicht auf eine uralte, völlig unbekannte und unvermutete Zivilisation hindeutet, von der alle anderen Zeugnisse verschwunden sind.“ (Frederick Soddy, 1877 – 1956, englischer Chemiker, Nobelpreisträger)

 

Lemurien war das Paradies, der Garten Eden, in dem Eva sich an der falschen Frucht vergriff und damit das Spiel des Lebens, wie wir es kennen, in Gang brachte. Gott kann sich zwar Regeln ausdenken, aber Gültigkeit erlangen sie erst, wenn wir sie im menschlichen Körper annehmen und so auf unseren Planeten bringen (ausgenommen universelle Gesetze). So, wie wir heute noch die Umstände auf unserer Erde durch ein kollektives Bewusstsein formen, mussten wir dies zu Spielbeginn, also in Lemurien, tun, um die wichtigsten Aspekte unseres Daseins zu erschaffen. Damals brachten wir – Eva sei Dank – die Dualität in die Welt, die wir benötigen, um überhaupt die Unterscheidung zwischen Gut und Böse treffen zu können.

 

Die ersten Menschen hatten noch eine intensive Verbindung zu ihrem Schöpfer und ihrer eigenen Spiritualität, doch entschied man sich im Laufe der Jahrhunderte, als man im Paradies ohne Netflix und Amazon nach neuen Abenteuern suchte, für die Vergessenheit, um durch die Dunkelheit wandern zu können, damit man sich am Ende des finsteren Tunnels wieder an seinen lichtvollen Ursprung erinnern und sich selbst erkennen kann – an dieser Schwelle befinden wir uns derzeit.

 

Das lemurische Zeitalter währte mehrere hundert Generationen, während der man sich mit seiner Seele befasste, aber auch mit Magie, Astrologie, Medizin, und einen enormen technischen Fortschritt vorzuweisen hatte. Man fixierte sich nicht auf einen kleinen Ort, sondern erweiterte das Territorium auf die umliegenden Gegenden bis zum Zeitpunkt seines Untergangs.

„Lemuria war eine erleuchtete Gemeinschaft hochfrequenter Wesen, die in Wahrheit, Klarheit, Einfachheit, vollkommener Freude und Glückseligkeit, in Fülle und im Einklang mit der göttlichen Natur lebte, die alles im Überfluss für jedes Lebewesen sowie immer neue Möglichkeiten der Entwicklung und des Wachstums, der freudigen Aufgabe und des tiefen Erkennens bereithielt. Das ganze Universum spiegelte sich auf Erden und kam in der Form zusammen, um in einem tiefen Austausch im Einklang mit der Einheit zu wirken. Kein Sternensystem war zu weit, keine Welt zu fremd, jeder Ausdruck der göttlichen Liebe richtig.“ (Ruland: 35)

Es erscheint auf den ersten Blick vielleicht unlogisch, ein solch perfektes Leben zu verlassen, um dann – naja, den Rest kennst du ja. Aber wir sind nicht zur Erde gekommen, um unser Dasein in der göttlichen Welt nachzuspielen - wie ein uralter Film, der als Musical neu aufbereitet wird. Wir sind hier, um andere Erfahrungen zu machen und das Glück, das immer mehr zunimmt, je näher wir der Zielgeraden kommen, intensiver zu fühlen und zu genießen.

 

Nach Lemurien kam die Sternstunde des berühmten Atlantis. Während die Wissenschaft davon ausgeht, dass Atlantis der direkte Nachfolger von Lemurien war, sozusagen das emigrierte Volk, wird in der spirituellen Welt angenommen, dass es sich um einen völlig neuen menschlichen Versuch handelt. Ein Reboot sozusagen, nachdem die Menschheit durch zahlreiche lemurische Naturkatastrophen die Apokalypse erlebt hatte.

 

Nach Atlantis wird deutlich mehr gesucht als nach Lemurien. Man vermutete es bereits auf den Kanarischen Inseln, in Venezuela, Tibet und Griechenland, da Platon einst von diesem geheimnisvollen Volk berichtete. Doch ebenso wie Lemurien lässt sich das rätselhafte Atlantis nicht auf eine einzige Gegend beschränken. Die Archäologen suchen am falschen Ort UND in der falschen Zeit, da es sich bei Atlantis um eine ganze Zeitepoche handelt. Es war, ähnlich wie Lemurien, eine Welt spiritueller Wesen, die viele Jahrhunderte lang glücklich und harmonisch zusammen lebten, bis das Machtstreben einzelner größer wurde und immer mehr Menschen ansteckte. Licht und Schatten klafften auseinander und die Menschen mussten sich für eine Seite entscheiden.

Die Regeln, die in den lemurischen Jahrhunderten auf die Erde gebracht wurden, galten in Atlantis weiterhin, doch kamen einige neue hinzu, die die Vergessenheit der Menschheit noch steigerte. Beispielsweise war in Atlantis der Körper immer noch so gesund, dass man sehr, sehr alt werden konnte und meist durch einen bewussten Entschluss anstatt durch Krankheit oder Altersschwäche starb. Das wurde damals geändert. Ebenso reduzierten sich die telepathischen Fähigkeiten und die Verbindung zur metaphysischen Welt. Gleichzeitig schuf man einen Planeten, der Leidenschaften zuließ, die die frühen Atlanten großteils noch nicht kannten. Der technische Fortschritt und die Zunahme schwarzer Magie waren immens und führten langsam, aber sicher zu einer Selbstzerstörung dieser uralten, hochentwickelten Bevölkerung.

 

Immer wieder wurden und werden geheimnisvolle steinalte Funde gemacht, die auf einen technischen Fortschritt hindeuten, der uns heute unerklärlich ist. Wir haben eine ähnliche Theorie wie Erich von Däniken – nämlich, dass Bewohner anderer Planeten mit der damaligen Menschheit in engem Kontakt standen.

Außerdem verfügten die Erdenbewohner noch über einen deutlich besseren Zugang zu ihren eigenen schöpferischen Möglichkeiten – etwa durch die Nutzung von Gehirnregionen, die heute eher Wüstengegend sind, aber Fähigkeiten ermöglichten, die wir als Magie bezeichnen könnten. Doch auch darauf zu vergessen gehörte zum Erdenspiel.

 

Während längst vergangener, hochentwickelter Kulturen (die Blütezeit Ägyptens gehört ebenfalls noch dazu), wurden diese Begabungen immens gedrosselt, beispielsweise durch die Blockierung der Zirbeldrüse oder durch sogenannte Implantate, die wie vererbtes Familienkarma auf energetischer Ebene schweben, in zahlreiche Leben mitgenommen werden können und nur für Mediziner sichtbar werden, wenn sie sich körperlich äußern.

 

Und hier befinden wir uns mitten in der Begründung, warum diese längst vergangenen und großteils vergessenen Kulturen für uns so wichtig sind. Weil diese besonderen Kräfte, die damals eingeschränkt wurden, heute wieder zum Leben erweckt werden sollen, um den Aufstieg ins goldene Zeitalter zu unterstützen.

Ein geistiges und emotionales Zurückreisen in perfekte Leben macht es leichter, sich jetzt eine schöne, neue Welt zu visualisieren. Je mehr Menschen sich daran erinnern, desto leichter lässt sich eine harmonische Zukunft manifestieren, da die Sehnsucht nach dieser Art des Zusammenlebens tief in uns allen schlummert und wir sie nur aufzuwecken brauchen.

 

Der deutsche Diplom-Psychologe Rolf Ulrich Kramer hat in zahlreichen Erinnerungssitzungen mit Probanden vergessene Erinnerungen an die Oberfläche geholt – nicht aus der eigenen Kindheit, sondern an untergegangene Welten. „Trotz aller Unterschiede stößt man indes immer wieder auf Gleichklänge, auf gemeinsame Nenner, auf immer wieder vorkommende Geschehnisse, Örtlichkeiten und Gestalten, insbesondere auf die eingangs erwähnte Katastrophe, hier in Europa bekannt als Atlantis-Untergang wie auch als Sintflut. (…) Nahezu allen Sitzungspartnern dringen Aspekte davon früher oder später ungefragt und ungewollt ins Bewusstsein. (…) Diese Katastrophe bestimmt den Bewusstseinszustand der Menschheit in höchstem Maß, vergleichbar damit, wie der Zweite Weltkrieg in unserem heutigen Denken nachhallt.“ (Kramer: in Kapitel ‚Jeder stößt auf die Sintflut‘)

Kramer behauptet, dass die Welt aufgrund dieser apokalyptischen Katastrophe bis heute in einer Art Schockstarre verharrt. Auch wir sind der Ansicht, dass uns allen der Schrecken der lemurischen und atlantischen Tragödie noch tief in den Zellen sitzt, weshalb wir diesen Schritt für Schritt für die ganze Welt aufarbeiten. Hört man den Spirituellen zu, möchte man glauben, sie alle waren damals live dabei. Wir wollen diese Möglichkeit in Betracht ziehen, denn bereits Edgar Cayce* sagte voraus, dass nun vermehrt Menschen aus diesen Hochkulturen inkarnieren und ein starkes Interesse daran auslösen werden.

Nach unserem Atlantis-Ausflug reisen wir in ein Paradies der etwas anderen Art - gemäßigte Klimazone, Nebel und statt Palmen eine Menge Apfelbäume. Wir befinden uns nun im sagenumwobenen Avalon. Dieser geheimnisvolle Ort in England existierte tatsächlich, und das nicht nur eine Tafelrunde lang, sondern viele Jahrhunderte. Nur Eingeweihte konnten den Weg zu diesem mystischen Ort finden, der von Priesterinnen und Druiden bewacht wurde, die in engem Kontakt zur Natur und – so sagt man – auch zum Elfen- und Feenreich standen. Das Ziel und die Lebensaufgabe Artus‘ wäre es gewesen, das Christentum mit dem alten, keltischen Wissen zu verbinden und der Emanzipation Aufschwung zu geben, da in Avalon die Kraft der Weiblichkeit besonders gefeiert wurde.

Doch, wie so oft, gab es Menschen, die bei diesem Plan nicht mitspielen wollten. „Wir, die Druiden von Anglesey und auch die Priesterinnen von Avalon, haben versucht, mit den Priestern der Kirche auszukommen, doch ihre Anliegen schienen oft Macht und Reichtum zu sein. Sie haben versucht, die Menschen zu manipulieren und auszubeuten. Es gab Ausnahmen, ja, doch diese Priester, denen es tatsächlich um den Glauben und um die Lehre ging, mussten wir zeitweise verstecken und heimlich außer Landes schaffen. Die Herrschaft der Angst war nach Artus‘ Tod nicht mehr aufzuhalten. Artus war unsere Hoffnung auf eine Herrschaft der Liebe gewesen.“ (Fader: 49 u. 50)

Das Projekt Avalon scheiterte jedoch nicht im spirituellen Sinn, denn die Kraftorte sind nach wie vor aktiv und wer jemals am Glastonbury Tor oder in Stonehenge war, wird diese magischen Energien wahrscheinlich gespürt haben.

* Edgar Cayce (1877 - 1945), bekanntes US-amerikanisches Medium

 

 

Literatur:

Fader, Christine Arana. Gespräch mit Merlin. Der Zauber weiser Worte aus einer zeitlosen Welt; Schirner Verlag, 2014

Kramer, Rolf Ulrich. Die Atlantis Protokolle: Eine wissenschaftlich fundierte Durchleuchtung der Zerstörung einer irdischen Hochkultur; Osiris, 2020

Ruland, Jeanne; Scheffler, Matthias. Lemuria: Rückkehr in das Paradies - Erinnerungen der Seele; Schirner Verlag, 2018

© Danny Lupp / www.himmelsrichtung.net